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In der Stillzeit sind viele Frauen sehr vorsichtig und kritisch, was die Einnahme von Medikamenten betrifft. Das ist auch gut und richtig so. Bei Jod in der Stillzeit, verhält es sich jedoch anders. Warum ist das so?

Auch bei sorgfältiger Lebensmittelauswahl und guter Ernährung in der Stillzeit kann der erhöhte Jodbedarf in der Stillzeit nicht über die Nahrungsaufnahme sichergestellt werden. 

Deutschland zählt zu den Jodmangelgebieten: Wasser und Böden hierzulande enthalten nur wenig Jod. Natürlicherweise kommt Jod in größeren Mengen vor allem in Seefischen und anderen Meeresprodukten vor. Eine weitere wichtige Jodquelle ist die Verwendung von Jodsalz und die bewusste Auswahl von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln. Jodiertes Speisesalz enthält 15-25 µg Jod pro Gramm.

In Haushalten, in denen viele Speisen selber zubereitet werden, kann Jodsalz damit einen nennenswerten Beitrag zur Jodversorgung leisten. Bei bereits verarbeiteten Produkten ist die Verwendung von Jodsalz jedoch unterschiedlich weit verbreitet. Im Durchschnitt werden durch die Nahrung nur etwa 120 µg Jod pro Tag aufgenommen, was gerade einmal der Hälfte des täglichen Jodbedarfs der stillenden Mutter entspricht.

Ja, Jod darf nicht nur in der Stillzeit genommen werden, sondern sollte genommen werden! Für eine nachhaltige Jodprophylaxe zur Sicherstellung einer adäquaten Jodzufuhr bei Stillenden sind folgende Maßnahmen wichtig:

  • Ausschließliche Verwendung von jodiertem Speisesalz
  • bevorzugte Verwendung von mit jodiertem Speisesalz zubereiteten Lebensmitteln
  • regelmäßiger Verzehr von Seefisch
  • regelmäßiger Verzehr von Milch oder Milchprodukten
  • tägliche Supplementierung von 100 – 150 μg Jod unter Berücksichtigung der Jodanamnese

Sollten Sie Fragen zur Ernährung haben und eine persönliche Beratung wünschen, können Sie mich gerne anrufen.

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