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In Deutschland gibt es gibt keine Norm, die Stillen in der √Ėffentlichkeit regelt. Nachdem Ehe und Familie nach Art. 6 Grundgesetz besonders gesch√ľtzt sind und die Pflege und Erziehung grunds√§tzlich den Eltern obliegt, bedarf es schwergewichtiger Gr√ľnde Regelung oder Verbote zu erlassen.

Was erlaubt ist, muss aber nicht zwingend auch gesellschaftlich anerkannt werden. W√§hrend das Stillen in der √Ėffentlichkeit bis zum letzten Jahrhundert normal (und die einzige Form der Ern√§hrung von Babys) war, nahm die Zahl der stillenden M√ľtter in der √Ėffentlichkeit nach dem Krieg immer weiter ab. Heute gibt es wenige “Vorbilder”, die in der √Ėffentlichkeit stillen.

In einer Studie des Bundesinstituts f√ľr Risikobewertung gaben 66 % der Befragten und 80 % der M√ľtter an keine Probleme mit dem Stillen in der √Ėffentlichkeit zu haben.

Allerdings bef√ľrworteten nur 50 % der Befragten das Stillen in Caf√©s und Restaurants. Dass Probleme vor allem an diesen Orten auftreten, deckt sich mit den Berichten von M√ľttern. Auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags hat sich 2016 mit der Frage Stillen in Restaurants und die Problematik des Hausrechts besch√§ftigt.

Wie kann Stillen in der √Ėffentlichkeit und in Caf√©s und Restaurants problemlos funktionieren?

Aufgrund meiner langj√§hrigen Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten M√ľtter auch in der √Ėffentlichkeit problemlos stillen. Diskussionen und Konflikte lassen sich am einfachsten mit diesen Tipps vermeiden:

  • Suchen Sie einen ruhigen Ort auf (stillen am Poller von Gleis 18 am HBF M√ľnchen – also mitten drin – ist weder f√ľr Sie, noch f√ľr Ihr Kind ein Erlebnis)
  • bei Drogeriem√§rkten, Apotheken oder in bestimmten Gesch√§ften (Liste von der Stadt M√ľnchen) ist das Stillen erlaubt und gerne gesehen
  • W√§hlen Sie geeignete Kleidung (Stillkleider oder Schals) die praktisch ist und Diskretion erm√∂glicht – unter einem Stillumhang m√ľssen Sie sich aber keinesfalls “verstecken”
  • Stehen Sie zu Ihrem Handeln und seien Sie innerlich davon √ľberzeugt, dass Ihr Kind ein Recht darauf hat √ľberall und jederzeit sein “Essen” und “Trinken” zu bekommen.

Stillen in der √Ėffentlichkeit ist nicht nur erlaubt, sondern auch notwendig. Stillen ist die nat√ľrlichste und normalste M√∂glichkeit, ein Kind zu ern√§hren und auf allen seinen Sinnen zu befriedigen.

Es braucht viele Vorbilder f√ľr unsere Gesellschaft, damit Stillen wieder als √ľblich und selbstverst√§ndlich empfunden wird.

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