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Die Beschreibung der 9 hÀufigen Stillprobleme und meine Tipps und Lösungen können Ihnen schnell helfen.

1. Schmerzen beim Stillen

HĂ€ufig ist die Ursache von Schmerzen beim Stillen eine gereizte oder verletzte Brustwarze.

Tipp: Versuchen Sie eine andere Stillposition. Lehnen Sie sich weit zurĂŒck und positionieren Sie Ihr Baby in Bauchlage an Ihrer Brust. Es sollte mit Mund und Nase direkt vor der Brustwarze liegen und keinesfalls an Ihrer Brust “hĂ€ngen”. Verteilen Sie zur Pflege der Brustwarze einen Tropfen Muttermilch und lassen Sie es trocknen.

2. Milchstau und EntzĂŒndung der Brust

Ein Milchstau oder eine BrustentzĂŒndung kann zu jeder Zeit wĂ€hrend des Stillens auftreten. Die hĂ€ufigste Ursache ist die mangelnde Leerung der Brust.

Tipp: Versuchen Sie Ihre Brust so oft und so gut zu leeren, wie es geht. Wenn Ihr Baby nicht saugen kann oder will, können Sie eine Milchpumpe dazu benutzen.

KĂŒhlen Sie anschliessend die Brust mit KohlblĂ€ttern.

3. Keine Muttermilch

Viele Frauen denken, gleich nach der Geburt steht noch keine Muttermilch zur VerfĂŒgung. Das stimmt so nicht.

Schon zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche wird sogenanntes “Kolostrum” gebildet. Das ist ein “Super-Powershake” fĂŒr das Baby. Die Menge ist zwar nicht riesig, aber dennoch in aller Regel als erste Milch fĂŒr das Baby ausreichend. Wenn das Baby sehr hĂ€ufig an der Brust saugt und das ganze “Kolostrum” aus der Brust holt, reicht diese Menge fĂŒr das Baby in den ersten drei Tagen aus. Dann setzt bei der Mutter eine reichliche Milchbildung ein.

4. Wenig Muttermilch

Es gibt Situationen, in denen Muttermilch zur ErnÀhrung eines Babys nicht ausreichend vorhanden ist oder das Kind die vorhandene Milch nicht aufnehmen kann.

Probleme bei der Mutter können sein:

  • Grunderkrankung der Mutter
  • Fehlbildungen der Brust
  • Falsches Anlegen
  • zu seltenes Anlegen
  • Verwendung einen Schnullers
  • Verwendung eines StillhĂŒtchens

Massnahmen:

  • Richtig Anlegen
  • Ausreichend lange stillen
  • Baby sehr hĂ€ufig Anlegen
  • ZusĂ€tzliches Abpumpen der Muttermilch zur Anregung der Milchbildung
  • Schnuller weglassen
  • StillhĂŒtchen weglassen

Probleme beim Kind können sein:

  • Fehlbildungen von Lippe, Kiefer oder Gaumen
  • HyperbilirubinĂ€mie
  • SaugschwĂ€che
  • FrĂŒhgeburtlichkeit
  • Zu straffe ZungenbĂ€nder
  • angeborener Herzfehler

Probleme bei ihrem Baby sollten Sie stets mit Ihrem Kinderarzt abklÀren.

5. BlÀhungen beim Baby

Viele junge SĂ€uglinge leiden unter BlĂ€hungen. HĂ€ufig wird dafĂŒr die ErnĂ€hrung der Mutter als Ursache vermutet. Das ist aber nur sehr, sehr selten der Fall.

HĂ€ufigere Ursachen sind folgende:

  • Unreife des Darms
  • Luftschlucken durch Schreien
  • ÜbermĂ€ssiger Milchspendereflex
  • UngĂŒnstige Stillposition
  • Verwendung von StillhĂŒtchen
  • FĂŒttern mit ungeeigneten Saugern
  • FrĂŒhkindliche Regulationsstörung

Massnahmen:

  • Stillposition verĂ€ndern
  • HĂ€ufige Stillmahlzeiten
  • Bauchmassage
  • HĂ€ufig aufrecht tragen
  • Reizreduktion fĂŒr das Kind

Gerade bei der Verbesserung ihrer Anlegetechnik kann Ihnen eine individuelle Stillberatung helfen.

6. Das Baby schlÀft nicht durch

Eine der hĂ€ufigsten Fragen, die jungen Eltern gestellt werden, ist diese: “Und, schlĂ€ft es schon durch?”

Es ist völlig normal und sogar gesund, wenn SĂ€uglinge im ganzen ersten Lebensjahr nicht durchschlafen. Das stellt sicher, dass genĂŒgend Laktoseversorgung fĂŒr das schnell wachsende kindliche Gehirn zur VerfĂŒgung steht. Ausserdem reduziert das nĂ€chtliche Aufwachen das Risiko fĂŒr den plötzlichen Kindstod.

NatĂŒrlich ist das sehr anstrengend fĂŒr die Eltern. Zu dem Thema “Baby schlĂ€ft nicht” habe ich auch einen ausfĂŒhrlichen Blog-Beitrag geschrieben. Eine Stillberaterin , die viel Erfahrung und Weiterbildung zu diesem Thema hat, kann Ihnen bei der Schlafthematik helfen.

7. Mein Kind hat kein Interesse an Beikost

Sie bemĂŒhen sich seit dem vollendeten 4. Monat mit der EinfĂŒhrung der Beikost und haben das GefĂŒhl, es geht nicht wirklich voran?

Da sind Sie kein Einzelfall. Es gibt immer wieder Kinder, die einfach lĂ€nger brauchen, um Essen zu lernen. Manchmal sind Kinder auch ĂŒberfordert, wenn Beikost zu frĂŒh eingefĂŒhrt wird.

Die WHO empfiehlt ca. sechs Monate ausschliessslich zu stillen und dann langsam und verantwortungsvoll Beikost einzufĂŒhren, unter BerĂŒcksichtigung der kindlichen Reifezeichen.

Wenn Sie bei der BeikosteinfĂŒhrung UnterstĂŒtzung brauchen oder Fragen diesbezĂŒglich haben kann ich Ihnen helfen.

8. Unser Baby schreit so viel…

Das Schreien von Babys kann viele verschiedene GrĂŒnde haben:

  • Hunger
  • Durst
  • SaugbedĂŒrfnis
  • BedĂŒrfnis nach Körperkontakt
  • Schmerzen
  • MĂŒdigkeit
  • ReizĂŒberflutung
  • FrĂŒhkindliche Regulationsstörung

Die Ursache dann herauszufinden kann schwierig sein. Das Schreien belastet die Eltern-Kind-Bindung und oft auch die Beziehung zum Partner.

Deswegen ist es wichtig, sich möglichst schnell UnterstĂŒtzung zu holen um die GrĂŒnde zu finden. Eine Stillberaterin, die in diesem Thema weitergebildet ist, kann Ihnen dabei helfen.

9. Mein Baby mag nicht in das Tragetuch…

In das Leben getragen zu werden ist wunderbar fĂŒr Babys. Es ist die natĂŒrlichste Art der MobilitĂ€t fĂŒr Babys. Menschenkinder sind als “Traglinge” geboren. Es wiegt sie ein, die Eltern haben die Arme frei. Tragen ist eine sehr sichere Massnahme, um ein Baby zu beruhigen

Aber: Manche Babys beschweren sich bitterlich, wenn sie in das Tragetuch oder in eine Tragehilfe sollen.

HĂ€ufig spĂŒrt das Baby, das Sie als Eltern auch noch unsicher und aufgeregt sind. Tragehilfe sicher und korrekt anzuwenden und es Ihrem Baby “bequem” zu machen kann in Kursen oder Beratungen erlernt und geĂŒbt werden.

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1 Comment

  1. Ich habe beim Stillen leider einen Milchstau. Da ich hier vorbeugen möchte, bevor es ein Problem wird habe ich mir eine Milchpumpe bestellt. Ich werde mich an den Tipp halten und so oft wie möglich leeren.

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