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In anderen Kulturen gilt der Zeitraum von 1 Jahr als normal – bei uns wird eine solche Stillbeziehung Langzeitstillen genannt. Was ist jetzt “normal”?

Für das Langzeitstillen gibt es keine einheitliche Definition. Bei uns in Deutschland bezeichnet man “Langzeitstillen”, wenn ein Kind, welches älter als ein Jahr ist, noch gestillt wird.

In anderen Kulturen, in denen traditionell länger gestillt wird, gilt der Zeitraum von 1 Jahr als normal. In diesen Ländern würde man Stillbeziehungen zwischen 6 Monaten und 1 Jahr, die bei uns üblich sind, eher als “Kurzzeitstillen” bezeichnen.

Das biologische Abstillalter von Menschen liegt, gemäß der Anthropologin und Professorin em. an der Texas A&M University Katherine A. Dettwyler, zwischen 2 1/2 und 7 Jahren. Die WHO empfiehlt, bis zum 2. Lebensjahr und darüber hinaus zu stillen, solange Mutter und Kind das wollen.

Warum gibt es bei uns in Deutschland so wenig Langzeitstillen?

Manche Eltern beziehen die WHO-Empfehlungen nicht auf sich und denken, das sei eher etwas für die Entwicklungsländer. Die Empfehlungen richten sich aber an alle Mütter und ihre Babys.

Als Grund für vorzeitiges Abstillen wird häufig die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit angegeben. Dabei schließt das Eine das Andere nicht zwingend aus. Arbeiten und Stillen lässt sich wunderbar unter einen Hut bekommen. Ausnahmen können Berufe in bestimmten gesundheitsgefährdende Tätigkeiten (z.B. Schadstoffe, Strahlen, Staub, Gase, Dämpfe, Hitze, Kälte, Nässe, Erschütterung, Lärm) sein, in denen der Arbeitgeber während der Stillzeit ein generelles Beschäftigungsverbot nach § 12 MuSchG aussprechen muss.

Gelegentlich wird das Stillen eines älteren Kindes in der Öffentlichkeit als peinlich angesehen.

Warum ist Langzeitstillen so gut?

Nach 6 Monaten Stillzeit nehmen die Immunglobuline in der Muttermilch wieder zu. Das heißt, das Kind bekommt wieder mehr Abwehrstoffe zur Verfügung gestellt. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn Kinder in die Fremdbetreuung (Kita, Tagesmutter) gehen.

Auch die positive Auswirkung auf die Gesundheit der Mutter wird umso größer, je länger eine Frau im Laufe ihres Lebens ein Kind stillt.

In meinen Stillgruppen können sich Mütter, die länger stillen, untereinander austauschen und Bestärkung erfahren.

Stillberaterin Ingrid Kloster IBCLC

Mit Leib und Seele bin ich seit 1994 Stillberaterin in München und unterstütze Mütter dabei Probleme beim Stillen durch IBCLC zertifizierte Stillberatung zu lösen ☀  oder diesen mit Schulungen vorzubeugen ☂. Meine Vita finden Sie hier. In der Corona-Pandemie habe ich ein besonderes Hygienekonzept für Besuche in meiner Praxis. ☎ 089/70009538 (Onlinetermine).

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