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Wenn sich Frauen vegetarisch oder vegan ernähren, haben sie gute Gründe dafür. Manchmal ist aber in der Stillzeit Vorsicht geboten.

Wenn sich Frauen vegetarisch oder vegan ernähren, haben sie gute Gründe dafür. Aus medizinischer Sicht haben sie ein geringeres Risiko an Herzkreislauferkrankungen und Krebs zu erkranken. Auch fallen niedrigere Blutdruckwerte und ein geringerer Body-Mass-Index (BMI) auf. Daneben gibt es noch ethische oder ökologische Gründe für eine vegetarische, plant based oder vegane Ernährung.

Mütter möchten nach der Schwangerschaft nur in seltenen Fällen ihre Ernährungsweise verändern. Vorsicht ist aber gerade in der Stillzeit geboten, weil die Ernährung der Mutter auch für die Entwicklung des Kindes wichtig ist.

Welche Nährstoffe brauchen stillende Mütter?

Grundsätzlich gilt: die stillende Mutter kann sich auf ihr Hungergefühl und ihren Appetit verlassen. Auch bezüglich der Trinkmenge ist das Durstgefühl ein guter Ratgeber. Der zusätzliche Energiebedarf in der Stillzeit liegt bei ungefähr 500 Kilokalorien mehr, als vor der Schwangerschaft.

Wird dieser Mehrbedarf mit einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung gedeckt, werden in der Regel auch die benötigten Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge aufgenommen. Mutter und Kind sind damit gut und ausreichend versorgt, zusätzliche teure Vitamin- und Mineralstoffsubstitutionen sind überflüssig, wenn nicht ein nachgewiesener Mangel besteht. Gerade in den Wintermonaten kann es durchaus sein, dass die Vitamin D Speicher leer sind und eine Substitution sinnvoll ist.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt eine Substitution von Jod in der Stillzeit unter Berücksichtigung der jeweiligen Jodanamnese der Frau.

Zur Milchproduktion wird neben der täglichen Nährstoffzufuhr auch der mütterliche Nährstoffspeicher genutzt. Das heißt, “Mutter Natur” nimmt immer erst von den Reserven der Frau, um die kindliche Ernährung sicherzustellen. Dadurch ist die Zusammensetzung der Muttermilch weltweit annähernd gleich, obwohl sich die Frauen qualitativ und quantitativ sehr unterschiedlich ernähren.

Keine Sorge: Sie müssen sich nicht kompliziert oder “perfekt” ernähren, um für Ihr Baby die beste Ernährung zu produzieren – die Muttermilch.

Welche Nährstoffe sind bei vegetarischer Ernährung problematisch?

Bei einer vegetarischen oder ovo-lacto-vegetabilen Ernährung stellt die Deckung des Nährstoffbedarfs stillender Mütter in der Regel keine Probleme dar.

Welche Nährstoffe sind bei veganer Ernährung problematisch?

Anders sieht es bei noch “strengeren” Ernährungsweisen wie der veganen Ernährung aus. Hier kann es durchaus zu einer Mangelernährung kommen. Unerlässlich sind (in der Stillzeit) engmaschige Kontrollen der Spiegel von Eisen, Zink, Omega-3 Fettsäuren, Vitamin B 12, Vitamin B2 und Vitamin D, Kalzium und Jod. Liegt ein Mangel vor, muss substituiert werden. Hier empfiehlt sich die Einbeziehung von Ernährungsexperten.

Wichtig ist auch, dass beim Kind engmaschig das Gewicht und die Entwicklung kontrolliert werden. Sie sollten also auch Ihre Nachsorge Hebamme und den Kinderarzt über Ihre Ernährung informieren.

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