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Die Handlungsempfehlungen der Nationalen Stillkommission am Bundesamt für Risikobewertung sind eindeutig: „Stillen und Alkoholkonsum? – Besser nicht!

Da es aber in der Verantwortung der Mutter liegt, möchte ich Ihnen hier die Probleme und die Folgen von stillen und Alkohol konsumieren zeigen.

Wie kommt der Alkohol in die Muttermilch?

Alkohol gelangt über das Blut in die Muttermilch. Studien zeigen, das der Alkoholspiegel in Ihrer Muttermilch genauso hoch ist, wie der Alkoholspiegel im Blut der Mutter.

In der Studie von Peppino et al. wurde 2007 die Alkoholaufnahme von 15 normalgewichtigen, nüchternen Frauen untersucht, die jeweils eine Dosis von 0,4 g Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht erhalten haben. Eine Frau mit 50 kg hat 20 g Alkohol (1/2 Bier oder 1 Glas Wein) eingenommen. In der Spitze erreichten die Probandinnen eine Konzentration von 0,8 ‰. Der Abbau wurde mit etwa 6 g/h ermittelt.

Die Höhe des Alkoholspiegels in der Muttermilch ist aber auch abhängig von Ihrem Gewicht, dem Alkoholgehalt und der Menge Ihres Getränkes, wie schnell getrunken wird und was sie vorher gegessen haben.

Der Alkoholspiegel der Muttermilch sinkt in etwa genauso schnell wie der Blutalkoholspiegel der Mutter, abhängig von der ursprünglichen Höhe.

Was bewirkt Stillen und Alkohol trinken?

Alkohol wirkt sich auf die mütterlichen Hormone aus, die während der Stillzeit sehr wichtig sind. So wird zum Beispiel das hormonelle Wechselspiel von Oxytocin und Prolaktin beeinflusst.

Eine erhöhte Aufnahme von Alkohol kann auch zu einer Veränderung der Zusammensetzung der Muttermilch führen. Außerdem verändert Alkohol den Geschmack der Muttermilch, was dazu führen kann, dass Ihr Baby die Brust verweigert.

Die Auswirkungen auf das kindliche Verhalten, abhängig von der aufgenommenen Menge von Alkohol können sein:

  • Gereiztheit und Unruhezustände
  • Schlafstörungen
  • Vermehrtes Schreien
  • Saugproblematik
  • mangelnde Gewichtszunahme
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Entwicklungsstörungen
  • Vergiftungszustände

Wie ist der Konsum von Alkohol am besten mit Stillen zu vereinbaren?

Wenn der Konsum von Alkohol unvermeidbar ist, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Stillen Sie Ihr Baby, bevor Sie etwas trinken
  • Essen Sie vor und während Sie Alkohol trinken
  • Sie könnten eventuell auch vorher etwas Muttermilch abpumpen, damit Sie, falls Ihr Baby sehr bald wieder stillen möchte, diese Milch anbieten können.
  • Es ist sehr wichtig, dass Sie dafür sorgen, dass sich eine zuverlässige Betreuungsperson um Ihr Kind kümmert, für den Fall, dass es Ihnen nicht mehr möglich ist.
  • Außerdem sollten Sie es unbedingt vermeiden, mit Ihrem Kind im selben Bett zu schlafen, Sie könnten es verletzen.

Insgesamt zeigt die Studienlage, Alkohol in der Stillzeit, dass ein gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen mit dem Stillen vereinbar ist. Dr. Anderson von der LactMed-Database empfiehlt, nach der Einnahme des Alkohols möglichst eine kurze Stillpause von ca. 2 – 2,5 Stunden einzuhalten. Größere Mengen an Alkohol sollten in der Stillzeit ebenso vermieden werden wie chronischer, regelmäßiger Alkoholkonsum.

Eine ähnliche Empfehlung spricht das Embryonaltoxikologische Institut in Berlin aus: “Gelegentlicher geringer Alkoholgenuss (z.B. 1- bis 2-mal wöchentlich 100 ml Sekt) während der Stillzeit schädigt den Säugling offenbar nicht. Bei chronischem oder auch gelegentlichem exzessiven Alkoholkonsum muss abgestillt werden.”

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